Laut WDR ist der zentrale Punkt für die Einsparungen der Abbau von Stellen am Flughafen. Ein entsprechender Beschluss soll Ende September/ Anfang Oktober durch die Gesellschafter getroffen werden.
Ich möchte einige Punkte zusammengefasst wiedergeben und hoffe, dabei alles richtig verstanden zu haben: - Die Lage am Airport sei so ernst, dass der Airport nun sehr schnell innerhalb eines halben Jahres komplett neu aufgestellt werden müsse. - Das Sanierungs- und Fortführungskonzept besagt: Erhalt als Verkehrsflughafen, aber: - Die eigene Abfertigungskapazität soll um zwei Drittel auf etwa 300.000 Pax pro Jahr reduziert werden. - Begrenzung des Gesellschafterzuschusses auf 2,5 Mio. Euro pro Jahr. - Das heißt, der Flughafen müsse "sich von einem erheblichen Teil seiner Mitarbeitenden trennen". - Bei einer Pax-Entwicklung über den Erwartungen solle dann (Personal-)Kapazität extern eingekauft werden, die eigenen Kapazitäten sollen aber niedrig bleiben. - Die Mittel für das Sanierungs- und Fortführungskonzept sollen von den Gesellschaftern in den nächsten Monaten beschlossen werden.
Ich versuche, zusammenzufassen: - Es wird damit gerechnet, dass nach einer Sanierung nur etwa ein Drittel der jetzigen Belegschaft bleiben kann. - Die geplante Sanierung wird viel Geld kosten, je nach genauer Durchführung etwas mehr oder weniger zwischen 25 und 32 Mio. Euro. - Für den Kreis Paderborn wird es besonders teuer, denn er trägt wegen der hohen Anteile am Flughafen die Hauptlast. - Es gibt drei Szenarien, die durchgespielt wurden: 1) Vollständige Schließung des Airports, 2) Sanierung durch Insolvenz in Eigenverantwortung, 3) Sanierung ohne Insolvenz. - Variante 1, die Schließung, würde mit 21,3 Mio. Euro auch schon teuer werden. - Variante 3 (Sanierung ohne Insolvenz) wäre rund 7 Mio. Euro teurer als Variante 2 (Sanierung durch Insolvenz). - Faktoren, die die Sanierung ohne Insolvenz teurer machen, wären u.a. die Zusatzversorgungskasse und das Thema Abfindungen - beides wäre bei einer Insolvenz deutlich günstiger. - Daher geht offenbar die Tendenz zur Zeit zumindest im Kreis Paderborn in Richtung Insolvenz in Eigenverantwortung, der entsprechende Antrag müsse noch im August gestellt werden, da sonst bereits im September oder Oktober die Zahlungsunfähigkeit des Airports drohe.
Ich war ja schon bei den letzten Berichten zur völligen Umstrukturierung und Downsizing des Airports äußerst erstaunt, um es mal vorsichtig zu sagen, aber diese Infos toppen das noch deutlich. Es ist nicht nur die Tragweite der geplanten Maßnahmen, sondern auch die Geschwindigkeit, wenn jetzt auf einmal von einem möglichen Insolvenzantrag noch im August bzw. der nötigen Zustimmung der Gesellschafter zur Sanierung schon in den nächsten 1-2 Monaten die Rede ist. Jetzt muss offenbar alles extremst schnell gehen.
Mir tun im Moment die Mitarbeiter leid, die so oder so schon extrem stark von den Planungen betroffen sind und bei einer Insolvenz ginge das noch mal einen Schritt weiter.
Wie ich bereits sagte, am Ende trifft es den Mitarbeiter/innen, die jahrelang gute Arbeit geleistet haben und auch da waren, wenn es mal Personell eng wurde. Meiner Meinung nach müsste man die handelnden Personen austauschen und durch welche mit Ideen und Perspektive austauschen. Lassen wir uns mal überraschen wie zukünftige Personalengpässe aufgefangen werden, schon in den vergangenen Jahren war man immer recht knapp aufgestellt. Wahrscheinlich wird dann auf einen Billiganbieter zurück gegriffen, der viel verspricht, aber wenig halten kann.
Zitat von eloka73 im Beitrag #545... welche mit Ideen und Perspektive ...
Das hätte man machen können, aber ich bin der Meinung, dass man nach den jüngst bekanntgewordenen Plänen bereits längst über diesen Punkt hinaus ist und nun gerade dabei ist, ein langfristiges Schrumpfen des Airports zu beschließen. Also statt neuer Ideen eher so viel Einsparungen und Downsizing wie irgendwie geht. Das ist zumindest mein Eindruck nach den Berichten der letzten zwei Tage.
Alles sehr sehr schade. Was da seit Jahren am Pad abgeht. Meinen ehemaligen Kollegen wünsche ich alles Gute und hoffe, dass sie unterkommen oder bleiben können. Leiharbeiter klingt immer gut, wird aber an Flughäfen eigentlich nur teurer als eigene Mitarbeiter, da die Gehälter bei Leiharbeitern höher liegen als bei Abfertigern. Die Qualität ist dann auch noch so eine weitere Sache. Tut schon weh zu sehen, dass der Flughafen seit Jahren vor die Wand gefahren wurde, und das Management jetzt noch ne Top Ausrede hat. Ihren Hut sollten sie nehmen, aber diese Größe werden die Herren nicht haben.
Das ist in der Tat eine interessante Frage, die ich mir auch bereits gestellt habe, vor allem wenn es nicht nur um einzelne Stellen, sondern um einen "erheblichen" Teil der Mitarbeiter geht. Kürzlich wurde bereits über eine Einschränkung der Betriebszeit als Einsparmöglichkeit gesprochen, aber das wird dafür auch nicht reichen.
Mich wundert es auch, weil der Flughafen in seinen Jahresabschlüssen selbst schreibt, dass der (operative) Personalbestand nicht noch weiter verringert werden könne. Zitat aus dem Jahresabschluss 2018 (da hatte man rund 740.000 Pax) aus dem Bundesanzeiger, Abschnitt Chancen- und Risikobericht: "Bei Passagierrückgängen kann der operative Personalbestand aufgrund der behördlich vorgeschriebenen Feuerwehrstärke nicht reduziert werden."
Zitat von aviation-fan im Beitrag #549 "Bei Passagierrückgängen kann der operative Personalbestand aufgrund der behördlich vorgeschriebenen Feuerwehrstärke nicht reduziert werden."
Naja,man könnte auf Minimum ICAO Level 4 downgraden und für scheduled Flüge dann hochfahren. Derzeit hat PAD CAT 7.
Zitat von aviation-fan im Beitrag #549 "Bei Passagierrückgängen kann der operative Personalbestand aufgrund der behördlich vorgeschriebenen Feuerwehrstärke nicht reduziert werden."
Naja,man könnte auf Minimum ICAO Level 4 downgraden und für scheduled Flüge dann hochfahren. Derzeit hat PAD CAT 7.
Was man ja aber schon die ganze Zeit hätte machen können. Das würde bedeuten, dass nur dann große Flugzeuge landen können, wenn sie angekündigt sind, da ansonsten nicht ausreichend Personal für die Feuerwehr da wäre. Also spontaner Besuch von WizzAir gingen dann nicht mehr. Damit ist man aber bisher auch nicht reich geworden.
Vorallem weil W6 scheinbar lieber einen Flieger über Nacht verspätet als auszuweichen. Zumindest ist der 21:45 Flug nach BUD nun schon 2x auf den nächsten Tag verspätet worden, weil die Maschine aus Pristina nicht pünktlich war.
Gestern war es soweit, die Sundair Ferry aus DUS, musste auf Anweisung durchstarten und eine Ehrenrunde drehen, da die Feierwehr noch nicht vollzählig war.
Woanders wäre er willkommen gewesen, ohne Durchstarten. Das ist das Risiko, wenn man dann so verfährt, aber was sind die Alternativen? Sicherlich hilft es da aber auch, wenn die LVG's vernünftig planen und ihre Flüge zeitig ankündigen. Ich habe als Flughafen dann halt den Aufwand sicherzustellen, dass alle Feuerwehrleute da sind um die Kategorie zu erhalten.
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